home - kontakt - impressum


Anna M. Spies auf Facebook

Informationen für Veranstalter und Presse...


 
Presseberichte

Starnberger Merkur (Münchner Merkur) - 21./22. Januar 2012

Wertinger Zeitung - 17. Januar 2012

Mittelbayerische Zeitung - Hemau - 3. November 2011

Münchner Merkur - 3. Juni 2011

Sulzbach- Rosenberger Zeitung - 19. April 2011

Pegnitz-Zeitung - 8. März 2011

Donau Post - 23. Februar 2011

Bayerischer Rundfunk - 26. November 2010 - Ottis Schlachthof

Münchner Merkur - 03. November 2010

Donaukurier Ingolstadt - 27. Oktober 2010

Hallertau-Info - 30. September 2010

Moosburger Zeitung - 24. September 2010

Dingolfing / Reisbach - 20. September 2010

Bayerwald-Echo - 13. Juli 2010

Münchner Merkur - 22. April 2010

Abendzeitung - 22. April 2010

Süddeutsche Zeitung - 20. April 2010

Pressebericht von der Vorpremiere in Dingolfing...

Starnberger Merkur (Münchner Merkur) - 21./22. Januar 2012

Freiheitsliebende Oma gegen überkandidelte Supermütter

Annamirl Spies wehrt sich gegen Vereinnahmung durch die Enkel

 

VON THOMAS LOCHTE

Etterschlag - Endlich wird abgerechnet. Aufgeräumt mit all den überkandidelten Supermüttern, die ihre verwöhnten Schratzen in Wellness-Hotels für Dreijährige stecken und Vornamen wie „Yannis-Amade" in die Welt setzen. Oma hat jetzt das Wort und wird euch eure moderne Windel-Esoterik gleich um die Ohren hauen!

Annamirl Spies hat sich mit ihrem Solo-Programm „O Marianne hilf! Aus der Schatztruhe einer allein erziehenden Großmutter" eines überfälligen Themas angenommen: Was macht eigentlich der altmodische Mensch ab 50, wenn Ökonomisierung und Verwissenschaftlichung aller Lebensbereiche weiter so um sich greifen? Moni Rothers „Brettl im Alten Wirt" zu Etterschlag ist es zu danken, falls sich im Raum Wörthsee nach diesem leidenschaftlichen Abend erste Selbsthilfegruppen entrüsteter Großmütter bilden sollten.

Annamirl Spies, bekannt als jahrelanges Mitglied der Couplet AG, zeigte den jungen Hochglanz-Eltern als babysittende Marianne Schwinghammer mit roten Haaren, was jenseits des Spielplatz-Sandkastens eine Harke ist - denn so hatte sie ja auch nicht gewettet: Kaum sind die eigenen Kinder aus dem Haus, soll sie mit 56 Jahren schon wieder auf die Enkel aufpassen? Nur weil die Tochter zu lange auf Selbstverwirklichungstrip war und jetzt am Abendgymnasium das Abitur nachholen muss? Nicht mit Annamirl Spies!

Die nimmt die Rolle der Sandwich-Generation wie einen hingeworfenen Fehde- Handschuh auf und sagt Altund Jungvolk gleichermaßen den Kampf an. Mal macht sie mit hoher Stimme die Perfekt-Mütter von heute nach und kreischt: „Weißmehl im Geburtstagskuchen von Joshua!" Dann sind die ewigen Geschenk-Rituale der Schwiegermutter dran - natürlich mit „Schießer-Feinripp-Unterhosen". Annamirl Spies straft die „Senioren-Bravo", sprich „Apotheken-Rundschau", mit Verachtung und setzt sich wacker zur Wehr gegen die Vereinnahmungen der heutigen Zeit: Oma bezahlt ihr Bier lieber mit Barem statt mit einer „Lounge Card". Sie leitet aus der Jürgen-Drews-Nummer „Ein Bett im Kornfeld" die Zeile „Wenns Fett nach vorn fällt" ab und sehnt sich nach der Rüscherl-Ära der 70er Jahre, als man hinterher nicht mal wusste, wer einen nach Hause gefahren hatte: „So schön war die Zeit..."

Eine Figur wie die jung gebliebene Oma Schwinghammer hat sich ein Gefühl für das Echte bewahrt. Nicht zufällig ehrt Spies die große Bally Prell und die singende Schwabinger Wirtinnen-Legende „Gisela": „Genoveva, ich könnte weinen / wenn ich denk' wie schön ich war..." .