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Anna M. Spies auf Facebook

Informationen für Veranstalter und Presse...


 
Presseberichte

Starnberger Merkur (Münchner Merkur) - 21./22. Januar 2012

Wertinger Zeitung - 17. Januar 2012

Mittelbayerische Zeitung - Hemau - 3. November 2011

Münchner Merkur - 3. Juni 2011

Sulzbach- Rosenberger Zeitung - 19. April 2011

Pegnitz-Zeitung - 8. März 2011

Donau Post - 23. Februar 2011

Bayerischer Rundfunk - 26. November 2010 - Ottis Schlachthof

Münchner Merkur - 03. November 2010

Donaukurier Ingolstadt - 27. Oktober 2010

Hallertau-Info - 30. September 2010

Moosburger Zeitung - 24. September 2010

Dingolfing / Reisbach - 20. September 2010

Bayerwald-Echo - 13. Juli 2010

Münchner Merkur - 22. April 2010

Abendzeitung - 22. April 2010

Süddeutsche Zeitung - 20. April 2010

Pressebericht von der Vorpremiere in Dingolfing...

Donaukurier Ingolstadt - Mittwoch, 27. Oktober 2010

Schelmische Betrachtung

Von Christof Fiedler

Ingolstadt (DK) Aus vielen Kulturen und gesellschaftlichen Einrichtungen ist er bekannt: Der Senat oder auch Ältestenrat. Komprimierte Lebenserfahrung in Form von Altersweisheit als unverzichtbarer Ratgeber in aktuellen Fragen und Problemstellungen. Am Montag in der „Neuen Welt“, Ingolstadt: Eine ältere, gänzlich unauffällige Frau betritt mit Babyfon und Windel bestückt die Bühne. Was sich dann im Laufe des Abends entfacht, ist eine ganz neue Interpretation des Wortes „Ältestenrat“. Nämlich die der Oma Marianne Schwinghammer, verkörpert durch Anna M. Spies.

Nachdem Mariannes Tochter, 24-jährig, erneut die harte Schulbank der Erwachsenenbildung drückt, findet sich Marianne plötzlich wieder in der Situation einer allein erziehenden Oma. Dort ist sie konfrontiert mit „Hochglanzmüttern“, die im Porsche Cayenne in zweiter Reihe vor dem Öko- Laden parken und ihre „Nachwüchse“ Dennis, Laureen oder Soraya rufen. Wer glaubt, Oma Marianne tappst verunsichert durch diese Welt und drückt sich am Spielplatzrand herum, irrt. Marianne ist mittendrin im prallen Leben und lässt es sich nicht nehmen, klug wie frech, lautstark wie treffsicher, zeitgenössische Mütter-Perfomance in ihrem oberbayrischen Dialekt zu kommentieren. Man hat durchaus das Gefühl, dass Autorin Martina Schnell das Programm der bekannten Kabarettistin auf den Leib geschrieben hat.

Bühnenerfahrung dringt aus jeder Pore und das hat einen Grund: Anna M. Spies war Teil der überaus erfolgreichen Kabarett- Formation Couplet-AG. Dass dort Musik eine wichtige Rolle spielt, hat Anna M. Spies offensichtlich geprägt: Ihr Programm ist durchsetzt von höchst vergnüglichen Schlager- Persiflagen. Der hinlänglich bekannte Jürgen-Drews-Schlager „Ein Bett im Kornfeld“ findet sich bei Oma Marianne auch wieder. Dort heißt es aber: „Wenn‘s Fett nach vorn fällt, zwischen Schenkel und Brust, und es schwindet die Lust ...“ Dem Publikum gefällt es, und man johlt und schunkelt fröhlich mit. Denn Marianne nutzt ihre Rolle als „allein erziehende Großmutter“ auch zu schelmischen Betrachtungen über das Älterwerden.

Spätestens zur Musik von Freddy Quinns Wohlfühlschnulze „Schön war die Zeit“, in der die Oma verklärt von den „wilden“ 70ern schwärmt, wird klar: Der Blick durch die großmütterliche Brille in die Zukunft der Enkel war schon immer von Skepsis getrübt: Zu Unrecht! Dank an Anna M. Spies: Schön war die Zeit.