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Anna M. Spies auf Facebook

Informationen für Veranstalter und Presse...


 
Presseberichte

Starnberger Merkur (Münchner Merkur) - 21./22. Januar 2012

Wertinger Zeitung - 17. Januar 2012

Mittelbayerische Zeitung - Hemau - 3. November 2011

Münchner Merkur - 3. Juni 2011

Sulzbach- Rosenberger Zeitung - 19. April 2011

Pegnitz-Zeitung - 8. März 2011

Donau Post - 23. Februar 2011

Bayerischer Rundfunk - 26. November 2010 - Ottis Schlachthof

Münchner Merkur - 03. November 2010

Donaukurier Ingolstadt - 27. Oktober 2010

Hallertau-Info - 30. September 2010

Moosburger Zeitung - 24. September 2010

Dingolfing / Reisbach - 20. September 2010

Bayerwald-Echo - 13. Juli 2010

Münchner Merkur - 22. April 2010

Abendzeitung - 22. April 2010

Süddeutsche Zeitung - 20. April 2010

Pressebericht von der Vorpremiere in Dingolfing...

Süddeutsche Zeitung - 20. April 2010

Annamirl? Marianne.

Anna M. Spies mit Soloprogramm im „Rohrer & Brammer“

 
Vergangene Woche war Frau Spies noch beim R. „Ich war ja immer mehr so die Kracherte. Aber jetzt hab' ich Rollen, die ich noch nie im Leben hatte. Jetzt muss ich gepflegtes Hochdeutsch reden.“ Will sagen: sich ihr kernig-bairisches R abtrainieren. Wenn man ihre Sätze so hinschreibt, liest sich das ja schon recht gepflegt Hochdeutsch, aber im Original, wenn auch nur am Telefon, klingt das dann doch ganz anders. Niederbairisch halt. Da kommt Annamirl Spies her, aus Reisbach an der Vils, da ist sie groß und nach ersten Bühnenerfolgen als Engel und siebtes Geißlein im Uhrenkasten auch eine richtige Größe geworden: die Annamirl von der „Couplet AG“, eine Rampensau par excellence. Doch die gibt es jetzt nicht mehr. Also, die „Couplet AG“ gibt es sehr wohl noch. Aber eben nicht mehr die Annamirl. Die heißt jetzt auf dem Plakat Anna M. Spies, ihr Programm, das nun im „Rohrer & Brammer“ Premiere hat, trägt den Namen „O Marianne hilf!“, und die Protagonistin heißt Marianne Schwinghammer. So, da ist jetzt aber alles drin. Schwinghammer ist der heißgeliebte Mädchenname der Annamirl, Marianne ein Silbendreher ihres Vornamens, und ihr Status als Oma bildet die Grundlage für ihr erstes autobiographisch geprägtes Solo-Programm.

Süddeutsche Zeitung, Ulrich Schwenn
Anna M. Spies. Foto: Ulrich Schwenn/ oh

„Es war eine schöne, gute und wichtige Zeit“, sagt Spies über ihre bislang 20 Bühnenjahre. So lange spielte sie gemeinsam mit Jürgen Kirner, 16 Jahre davon als Frontfrau des preisgekrönten Musikkabarett- Quartetts „Couplet AG“, 120 bis 140 Auftritte im Jahr. Am 31. Oktober war Schluss, letzter Auftritt in der Konzerthalle an der Quiddestraße. Lange vorher stand ihr Entschluss fest: „Das aktuelle Programm spiele ich noch mit, danach ist Schluss.“ So kam es, Mitte Dezember gab es einen Abschiedsabend in der Drehleier. Allzu lange hielt es den Temperamentsbolzen nicht zu Hause. Mit Martina Schnell, einer freischaffenden Regisseurin, tüftelte sie schon bald ein Programm aus. „Wir kennen uns ewig, vor ein paar Jahren bin ich Patentante ihres zweiten Kindes geworden“, erzählt Spies, deren drei Kinder schon aus dem Haus sind. „Nun haben Martina und ich ein gemeinsames Kind: unser Programm.“

Oma Marianne erzählt also „Aus der Schatztruhe einer alleinerziehenden Großmutter“, so der Untertitel. Spies fasst zusammen: „Eine vaterlose Tochter, Mama am Abendgymnasium – und ich hab’ das Kind an der Backe. Dabei stehe ich doch abends als Komödiantin auf der Bühne, und so muss das Kind eben in der Garderobe pennen.“ Es treten auf Nachbarin, Schwiegermutter, Schwester Isolde, die gerne mal ein Gläschen zur Brust nimmt – „ein Nummernkabarett mit rotem Faden“, sagt Spies, die froh ist, dass sie all diese Figuren hat: „Da bin ich nicht ganz allein auf der Bühne. Ich kann eben nicht einfach so losreden wie die Martina Schwarzmann oder die Monika Gruber.“ Ist dieses mit allen Wassern gewaschene Bühnentier tatsächlich nervös? „Furchtbar nervös!“, sagt sie. Dabei liefen die Vorpremieren in Traunstein und Dingolfing prima.

Schließlich singt die Annamirl/Marianne auch, was zu „Couplet AG“-Zeiten eine ihrer Stärken war. Alte Schlager haben sie umgetextet (aus „Ein Bett im Kornfeld“ wird „Wenn’s Fett nach vorn fällt“), auch die Genoveva von Bally Prell hat einen Auftritt. Spies singt „Ich könnte weinen, wenn ich denke, wie schön ich war“ – anstatt „wie schön du warst“. Es dürfte ein spaßiger Abend werden mit der fidelen Oma. Nach dem diffizilenRhat sie sicher auch noch die nächste Hochdeutsch-Hürde genommen: das stumme S. „Auch schwer, wenn man nur Erwin-Huber-Deutsch gelernt hat. Aber da müssen die Zuschauer jetzt durch.“
(20. bis 24. April und 28.April bis 1.Mai im „Rohrer & Brammer“, 24. bis 26. Juni in der Drehleier.)

THOMAS BECKER